Abbinden (bauphysikalisch oder chemisch)

Abbinden (bauphysikalisch oder chemisch) ist ein Prozess bei der Beton- und Mörtelherstellung. Ein chemischer Vorgang beim Übergang vom plastisch-feuchten in den erstarrten Zustand. Aber auch die Verfestigung einer Klebschicht zwischen zu verklebenden Fügeteilen (z.B. zwei Holzbalken) wird als Abbinden bezeichnet.

Das Abbinden beruht entweder auf physikalischen oder chemischen Vorgängen: PhysikalischesAbbinden erfolgt als reine Sol-Gel-Umwandlung, u.a. durch Abwandern von Dispersions- oder Lösungsmitteln oder durch Abkühlung; physikalisch abbindende Klebestoffe sind z.B. Glutinleime, Cellulosederivate, Bitumenkleber, Schmelzklebstoffe und die meisten Polymerisate. Zu den chemischen Abbindevorgängen, die auch als Härtung, Aushärtung oder Vernetzung bezeichnet werden, gehören Koagulation (Gerinnung), Polykondensation und Polyaddition. Rein chemische Reaktionen spielen sich bei den Polyurethanklebstoffen ab.